Beiträge von Marko Boban

    Liebe MitbürgerInnen!


    Ich habe letzte Woche meine Kandidatur zum severanischen Bundesrat bekannt gegeben. Es mag für Severanien ungewöhnlich sein, dass abseits der beiden Blöcke (und der Domovina) jemand antritt, so ganz ohne Parteibuch. Aber ich möchte meine Beweggründe aufzeigen, warum ich diesen Schritt nun gehe. Ich selbst bin vor allem bislang für die Zelena Akcija tätig gewesen, einer regionalen Umweltorganisation, die sich zur Aufgabe macht, die Missstände aufzudecken, die durch Korruption und Profitstreben unsere Heimat und die Grundlage unseres Lebens zerstören.

    Meine Themen sind die soziale Gerechtigkeit, die Sicherung und Schonung unserer Ressourcen aber eben auch die Technologieorientierung. Denn mir ist eines klar: wir werden ohne Fortschritt und ohne die Menschen nicht bestehende korrupte Strukturen zerstören können. Zerstören wir diese nicht, zerstören diese unsere Lebensgrundlage.



    Wie schaffen wir es wieder zu einem progressiven Staat zu werden? Die Republiken zeigen gerade in Bezug auf die Verwaltung schwerwiegende Mängel, meine Heimat bildet da keine Ausnahme. Der Bund kann sich dem nicht entziehen und muss hier eine aktive Rolle übernehmen. Dem Ganzen schreibe ich auch zu, dass an vielen Stellen im Apparat Dinge untergehen oder Gelder versickern bzw. in den falschen Taschen landen.


    Was wir als Bürger brauchen ist ein Staat der Mitbestimmung. Dafür, müssen wir beginnen das System zu reformieren und neu zu denken. Severanien wird das auch nur schaffen durch neue Technologien.

    Ich denke ich kann im Parlament viel bewegen und reformieren. Ich kann meine Heimat Kaysteran repräsentieren und umgekehrt meine Heimat aktiv unterstützen im Umbau hin zu einem modernen Staat bzw. Republik.


    Lassen Sie mich noch diese Worte zuletzt sagen: Was wir als Heimat bezeichnen ist in erster Hinsicht unser Handgepäck, unsere Sicht, unsere Umgebung, wie wir aufgewachsen sind, wie und wo wir leben. Wir sind Pelagonier, Medijaner, oder geboren in den Bergen Aressiniens, vielleicht stolzer Adriner an der Küste Kajsterans – oder eben geprägt durch ein urbanes Großstadtleben in Vinaši.

    Ich – ich bin aus Duranje. Ich bin Kaysteraner. Ich bin aber auch den Großteil meines erwachsenen Lebens Severane. Das ist Teil meiner Identität. Was es aber nicht ist: eine Argumentation, dass nationale und kulturelle Integrität bedroht sei und daher verteidigt werden müsse. Das ist Herkunftsfolklore als Ausweis von Individualität!


    Severanien kommt mit dem Versprechen einher man könne alle Probleme lösen wenn man sie gemeinsam anpackt. Das mag nicht immer klappen, aber ansonsten klappt es beim nächsten mal. Versuchen wir es also am besten gleich.

    Boban, Sie sind zu jung, um zu wissen, was von der anderen Seite droht.

    Wohl kaum. Ich habe bis 2008 ein durchaus friedliches Kaysteran erlebt, nur mit zwischendurch radikal-nationalistischen Strömungen, genau: Angehörige der Armee. Und auch danach waren es immer die selben Kräfte, welche die demokratische und freie Grundordnung des Landes unterwandert oder mit einem Putsch außer Kraft setzten. Auf Basis von Hass gegenüber Andersdenkenden und zur Sicherung ihrer Macht und nicht zum angebliche Wohl des Landes.
    Dass die Geschichte Vesterans mit Imperia und Ratelon womöglich eine andere ist, keine Frage. Trotzdem sehe ich gerade bei Heroth keinerlei potenzielle Gefahren von diesem Staat oder seienn Strukturen aus. Imperia und Freistein liegen brach. Die ratelonische Armee wird wahrscheinlich schon ihre Helme ins Pfandleihhaus gebracht haben.

    Vielleicht sollten Sie als Generalstabschef mal lieber in Rente gehen und Pfeffer in ihr Leben bekommen durch das Anpflanzen von Paprika in einem Garten auf dem Land.

    Gerade über das dritte Ziel sollten wir uns unterhalten. Sind wir heir nicht besser aufgestellt durch Bürgerentscheide? Ist Kaysteran nicht bereit die direkte Demokratie zu wagen? Wir könnten alternativ auch den Dom wiedereinführen, aber als Haus der Bürger, das heißt, jeder Bürger Kaysterans ist rede- und abstimmungsberechtigt, wenn er sich dort registriert, das muss er in irgendeiner Form einmal pro Jahr machen (damit ein theoretisches Quorum eingehalten werden kann).


    Ich persönlich tendiere zu Bürgerentscheiden ohne Zwischeninstanz, auch da einfacher zu handhaben. Und ich mag das Prädikat der direkten Demokratie für Kaysteran.

    Ich würde gerne über unsere Verfassung eine öffentliche Diskussion führen, bevor es zu Wahlen, Abstimmungen oder Änderungs-/Gesetzesvorschlägen kommt.

    Die aktuelle Lage ist ja vereinfacht so: Ohne Sabor kein Präsident, ohne Präsident keine Saborwahlen oder nur über die Feststellung des Bundes.
    Neben diesen verfahrenstechnischen Problemen, ist das für uns in Kaysteran auch eine wichtige Identitätsfrage es auch selber zu können.


    Ziel eins ist für mich definiert: eine weitgehende Selbstverwaltung zu ermöglichen, nicht zwingend bei der Durchführung, wohl aber bei der Feststellung einer Wahl. Das heißt entsprechende Stellvertreterregelungen.


    Ziel zwei: Wir sollten uns fragen, ob nicht der Präsident wieder ein Präsident des Volkes sein sollte. Das kaysteranische Modell sah immer die Direktwahl vor. Die Abkehr davon ist mir völlig suspekt und fremd.


    Ziel drei: Der Sabor, wurde eingeführt, um?! Was die verwaiste Regierung nicht hinbekommen hat, ist einen Sinn einzuführen, noch eine Regelung über wieviele Sitze wir hier reden. Wenn ein Sabor oder ein Dom einberufen werden soll, inwieweit unterscheidet er sich zu einer allgemeinen Volksbefragung? Gäbe es Mittel, die es vereinfachten diesen Sabor/Dom einzuberufen? Ist er gar unnötig (*sim off* oder anders zu simulieren *sim on*) ?


    Ziel vier: Uns hinterfragen, wie lange dauern Amtszeiten? Es sind bereits Amtszeiten von sechs Monate definiert. Das macht wahrscheinlich auch am meisten Sinn. Wir sollten gleichzeitig aber feste Zeiträume der Perioden defineren +/- drei Wochen für die Durchführung der Wahlen: das heißt der maximale Zeitraum einer Amtszeit wäre dann um die 7,5 Monate, die kürzeste 4,5 Monate. Aber es gibt uns etwas Flexibilität in der Planung bzw. Umsetzung.

    Der ratelonische Staat zerfällt. Es wird zunehmend ungemütlich. Damit meine ich nicht die Lage von uns Kaysteranern. Aus meiner Sicht gibt es keine Alternative, als Flüchtlinge zu versorgen, ihnen zu helfen, sie möglichst zu integrieren.

    Nicht jeder Severane wird das so sehen, allein geschichtlich, nicht jeder Kaysteraner, der noch immer einer sozialnationalen Gesinnung nachhängt.


    Die Menschen, gerade im Süden Ratelons sind aber uns auch nie fern gewesen. Kaysteran hat in den 00-Jahren immer gute Beziehungen zu Ratelon gehabt, insbesondere zu Heroth. Und gerade Heroth hatte nie die imperianische Dekadenz oder die freisteinische Eigenbrödligkeit.


    Es sollte auch seitens des Bunds gerade jetzt Unterstützung hier vor Ort geben. Aber auch darüber hinaus muss Vinaši reagieren. Hilfsversorgung nach Ratelon schicken, gerade um die einfach erreichbaren Städte Tizo und Papuk Strukturen aufbauen für Flüchtlinge.

    Das habe ich auch noch nie erlebt, dass sowas eingeführt wird und es dann glaube ich keine einzige Wahl für das PArlament gab…

    Okay. Also tendenziell kann und wird aber der Bund die Wahlen durchführen können, das ist ja das geringste Prob. Da der Sabor keine Reglementierung zu haben scheint was die Größe angeht, hätte ich gesagt, dass die Größe einfach festgelegt wird auf fünf, weil das irgendwie die Start-/Normgröße in Kaysteran für das Haus der Republik war bis 2009, sozusagen ein Gewohnheitsrecht.

    Die Reform könnten wir dann in der Sim besprechen, muss allerdings neben der Verfassung am besten auch gleich Wahlgesetzgebung und gute Regelung zum Ausfall bzw. Stellvertretung eines Offiziellen beinhalten.

    Wahrscheinlich wird nur Content gemacht über Insta und You Tube. Für mich ist das eine Aneinanderreihung von spontanen Ideen, die direkt umgesetzt wurden. Das soll es nicht kleinmachen. Wenn die Gründer sich in RL bspw. kennen kann das ja schnell Dynamik reinbringen. Kaputistan ist da auch so ein Beispiel, das hat wohl ein Freundeskreis bei Reutlingen gegründet. Da war genauso ich nenne es mal "Abiturienten-Content" drin.

    Man kann die Leute nicht dazu zwingen, so zu spielen, wie man es selbst möchte. Auch Severanien hat von der jetzigen Hochphase abgesehen, jahrelang nur gezuckt.

    Und das Weltforum ist faktisch um. Deswegen war es als temporäre Lösung gedacht. Die Mehrheit will keine Überregelung, sondern einfach nur frei quatschen. Der Gastgeber kann sich profilieren. Das hält maximal anderthalb Monate, dann muss es woanders hin. Regeldiskussionen fesseln nicht.

    Das tut ja auch faktisch keiner, nach so langer Absenz ist es für mich trotzdem ein krasses Phänomen mit den Wasserkopf-Foren, wenn sie die Leute eben unterhalten fühlen, passt es ja für sie. Jetzt als RL 40+ habe ich auch kein TikTok, weil ich es genauso wenig verstehe. Das ist ja normal irgendwo, mit Alter, unterschiedlichen Interessen oder Charakter.


    Ja klar, niemand sagt hier ist der Aktivitätshimmel. Das ist auch für mich nicht Alles. Und die Freiheiten der virtuellen Staaten waren schon immer etwas Schönes. Trotzdem hat es irgendwann eine Karte gegeben und später weitere, weil eben einige das gemeinsame Interesse hatten es etwas realistischer zu gestalten. Auf solche Zusammenarbeiten hoffe ich da eben weiter und deswegen mag ich auch die Initiative und das Format des Weltforums. Und wie du schon sagst, hilft es auch dem Gastgeber.

    Ich glaube das a) die bevorzugte Lösung b) genauso machbar wäre.


    Was müsste denn alles gewählt werden? Die Situation in Kaysteran würde ich durch eine Wahl des Sabors und neuer Verfassung lösen. Wobei ich da immer noch nicht herausgefunden habe wie sich der überhaupt zusammensetzt, vielleicht habe ich aber was übersehen.

    Ich bin mittlerweile skeptisch und resigniert, was alles außerhalb von Severanien, Dionysos, Gran Novara, Targa und ein paar ganz wenigen anderen betrifft. Wir sollten uns nur noch mit alten Freunden und würdigen Spielpartnern umgeben.

    Andererseits ist es doch trotzdem immer hilfreich gerade diplomatisch möglichst breit und offen aufzutreten, zumindest als Staat. Wir priorisieren halt auch für uns selbst, was wir bevorzugen und regelmäßig sehen und lesen wollen. Und meine Überzeugung in den virtuellen Staaten war schon immer, dass man durchaus Brücken baut um dann neue Wege beschreiten zu können. Severanien bzw. die Abspaltung Vesterans ist da das Beste Beispiel. Kaysteran war ein Teil davon zur gleichen Zeit. Aber am Ende habe ich glaube ich Sebastian in Ratelon, mehr oder minder zufällig ohne dort selbst Bürger zu sein, und Jens in Astor kennengelernt.

    Ach ich finde/fände die Regelung eigentlich ganz gut mit den Republiken, also pro Republik Wahlrecht zu besitzen und eine von allen IDs ist HID und hat auch Bundeswahlrecht. Das ist ja auch irgendwie Staatsräson. Aber das ist eben dann auch sehr einfach zu erklären jedem Spieler und vermittelt auch irgendwie Fairness.