RT2 – Tvoje oči, tvoja istina

  • Dazu kommt eine weitgehende pro-Jedinstvo-Indoktrination im Bildungswesen etwa an der vesteranischen Miroslav-Kurać-Universität,genauer gesagt an der Fakultät für Sozialistische Theorie und Praxis.

    Präsident der Nationalversammlung sowie Wahlleiter Vesterans

    Mitglied der Bundesversammlung (PROGRES)

  • Wir setzen auf soziale Gerechtigkeit, Teilhabe und Mitbestimmung – Themen, die gerade für die junge Generation von großer Bedeutung sind.

    Ach Teilhabe wollen Sie? Wieso blockierte ihre Partei historisch gesehen dann systematisch Wahlen in den Teilrepubliken? Ivo Lukić, Nuraga Ahmetšpahić, Boris Stanković sind nur einige Namen derer,die es sich schön kuschelig bequem gemacht hatten und ihren Sessel nicht räumen wollten,auf den sie sich fläzten.

    Präsident der Nationalversammlung sowie Wahlleiter Vesterans

    Mitglied der Bundesversammlung (PROGRES)

  • Sie kritisieren andere Parteien für Vetternwirtschaft und Stillstand. Wie will PROGRES verhindern, dass ähnliche Strukturen in den eigenen Reihen entstehen, gerade wenn Sie selbst Schlüsselpositionen über längere Zeit besetzen?

  • Wir sind eine Basisdemokratische Partei,mehr dazu kann sicher Marko sagen.Ich beziehe mein Mandat aus dem Willen des Volkes.

    Präsident der Nationalversammlung sowie Wahlleiter Vesterans

    Mitglied der Bundesversammlung (PROGRES)

  • Wir sind eine Basisdemokratische Partei,mehr dazu kann sicher Marko sagen.Ich beziehe mein Mandat aus dem Willen des Volkes.

    Nun, unsere Partei hat ihre Anfänge vor allem aus Bürgerinitiativen und Aktionsbündnissen. Das bedeutet dass wir unsere Willensbildung auch weiter von der Basis kommt. Das ist manchmal mühselig, aber es ist notwendig um die Menschen zu repräsentieren. Als Partei und Regierende können wir innerhalb der Institutionen natürlich meiste nur mit Repräsentanz arbeiten, aber die Partizipation können wir vor allem in den Gemeinden und Städten fördern. Das haben wir verwaltungstechnisch in Kaysteran auch schon vorangetrieben. Die Jedinstvo scheint das nun dieses Jahr in Pelagonien kopiert zu haben, wenn es den Willen des Volkes abbildet ist das per se nicht schlecht, wenn gleich die rückwärtsgewandte Rhetorik und Dieseltraktorromantik völlig unangebracht ist.


    Lassen Sie mich aber noch die Eingangsfrage beantworten: Nur durch ständige Bereitschaft auch mal einen Schritt sich selbst zurückzunehmen und andere machen zu lassen. Ich kann zumindest auf unsere Partei verweisen, die regelmäßig einen andere/n Vorsitzende/n hat. Politisch bin vermutlich ich der Einzige der im Regierungsamt eine längere Zeit ist, aber auch das wird sich irgendwann ändern, sei es durch den Wähler oder weil ich meine Mission zunächst womöglich erfüllt habe. Das ist aber noch nicht der Fall. Die Jedinstvo und zuvor die KU haben einen Scherbenhaufen an Staat hinterlassen. Wir versuchen weiter unser Bestes dies zu reparieren.

  • Herr Dubel-Hacac, Sie sprechen von Basisdemokratie, doch in Vesteran halten Sie gleich zwei zentrale Ämter inne: als Parlamentspräsident und Wahlleiter. Ist das wirklich Ausdruck von Basisnähe oder eher von Machtkonzentration?


    Herr Präsident Boban, Sie betonen die Beteiligung der Basis und die Verwaltung in Gemeinden – gleichzeitig kritisieren Sie Jedinstvo für „rückwärtsgewandte Rhetorik“. Wie passt das zusammen, wenn viele junge Menschen, Minderheiten und progressive Bürger das Gefühl haben, dass gerade Ihre Politik traditionelle Gruppen bevorzugt und ihre Interessen kaum berücksichtigt?

  • Herr Präsident Boban, Sie betonen die Beteiligung der Basis und die Verwaltung in Gemeinden – gleichzeitig kritisieren Sie Jedinstvo für „rückwärtsgewandte Rhetorik“. Wie passt das zusammen, wenn viele junge Menschen, Minderheiten und progressive Bürger das Gefühl haben, dass gerade Ihre Politik traditionelle Gruppen bevorzugt und ihre Interessen kaum berücksichtigt?

    Ich finde die Formulierung interessant, denn wir machen keine Politik für „traditionelle Gruppen“ oder „Eliten“, sondern für Menschen.

    Wenn ich von Bürgerbeteiligung spreche, meine ich nicht Folklore-Politik, die alte Bilder bedient, sondern moderne Teilhabe: digitale Bürgerräte, Jugendforen, kommunale Mitbestimmung, transparente Haushalte. Das Wort „traditionell“ wird oft missverstanden. Für mich bedeutet es Verlässlichkeit, Respekt und Zusammenhalt und nicht Rückwärtsgewandtheit.

    Was ich an Jedinstvo kritisiere, ist nicht die Bürgernähe, sondern die Nostalgie-Rhetorik, die Menschen einredet, Fortschritt sei gefährlich. Wenn Beteiligung dazu genutzt wird, Innovation zu blockieren, dann schadet das gerade jungen Menschen am meisten.

    Ich bin überzeugt: Eine moderne Demokratie schafft Raum für neue Stimmen, ohne die Werte zu verlieren, die uns tragen. Genau das ist unser Ansatz.
  • Ach Teilhabe wollen Sie? Wieso blockierte ihre Partei historisch gesehen dann systematisch Wahlen in den Teilrepubliken? Ivo Lukić, Nuraga Ahmetšpahić, Boris Stanković sind nur einige Namen derer,die es sich schön kuschelig bequem gemacht hatten und ihren Sessel nicht räumen wollten,auf den sie sich fläzten.

    Erwähnen Sie mich nicht.

    Um an mein Level ranzukommen müssen Sie noch viel Brot und Gemüse essen, Sie Parodie eines Politikers.

  • Herr Dubel-Hacac, Sie sprechen von Basisdemokratie, doch in Vesteran halten Sie gleich zwei zentrale Ämter inne: als Parlamentspräsident und Wahlleiter. Ist das wirklich Ausdruck von Basisnähe oder eher von Machtkonzentration?

    Was wäre denn die Alternative gewesen? Bei beiden Ämtern war/bin ich der einzige Kandidat.Hätte ein Amt vakant bleiben sollen?


    Sobald andere sich aufstellen,gebe ich gerne eines der zentralen Ämter ab.

    Präsident der Nationalversammlung sowie Wahlleiter Vesterans

    Mitglied der Bundesversammlung (PROGRES)



  • „Nicht weniger öffentliche Verantwortung, sondern bessere Instrumente“


    Ivo Lukić im Gespräch mit RT2 über die Debatte zum Finanzwesen


    RT2: Dobro veče und herzlich willkommen bei RT2.


    Nach einem Bericht von Vinaški Horizont wird in Severanien wieder über wirtschaftliche Öffnungen diskutiert. Demnach soll PROGRES in Vinaši sondieren, ob zentrale Teile eines Gesetzes zur Neuordnung und Modernisierung der severanischen Wirtschaft bereits vor den Ausschussberatungen politisch abgesichert werden können.

    Besondere Aufmerksamkeit erhält dabei die Rolle Kaysterans. Der frühere PROGRES-Premijer Kovač wurde nach Angaben des Berichts mit dem ehemaligen kaysteranischen Präsidenten und Finanzexperten Ivo Lukić in einem Restaurant in Vinaši gesehen. Offiziell schweigen beide Seiten. Ein Dementi gibt es bislang nicht.


    Wir sprechen deshalb mit Ivo Lukić über eine Frage, die über die aktuellen Gespräche hinausweist: Muss Severanien sein Finanzwesen modernisieren?


    RT2: Herr Lukić, in Vinaši wird offenbar über Wirtschaftsliberalisierungen gesprochen. Ist das der richtige Zeitpunkt, auch über das Finanzwesen zu reden?


    Ivo Lukić: Ja, aber ruhig und sauber. Ne treba žuriti — man sollte dabei nicht springen.

    Die öffentliche Verantwortung für das Finanzwesen ist richtig. Sie schützt die Republik und die Bürger. Die Frage ist nicht, ob wir diesen Kern aufgeben. Die Frage ist, ob wir daneben bessere Instrumente brauchen.


    RT2: Was meinen Sie mit besseren Instrumenten?


    Ivo Lukić: Betriebe brauchen Kapital. Kommunen brauchen Finanzierung. Genossenschaften brauchen verlässliche Kreditwege. Junge Unternehmen brauchen Beteiligungskapital.


    Wenn diese Wege zu eng sind, entsteht kein stärkerer Sozialismus, sondern weniger Entwicklung.


    RT2: Kritiker würden sagen: Das klingt nach Privatisierung.


    Ivo Lukić: Nein. Da müssen wir klar unterscheiden.


    Nationalbank, Zahlungsverkehr, Clearing, Einlagensicherung und systemrelevante Banken müssen öffentlich bleiben. To je osnova — das ist die Grundlage.


    Daneben kann man aber prüfen, ob kommunale, republikanische, genossenschaftlich-soziale oder gemischtwirtschaftliche Finanzinstitute sinnvoll wären. Auch private Finanzdienstleister können eine Rolle spielen, etwa bei Leasing, Factoring, Kreditvermittlung, Zahlungsdiensten oder Beteiligungskapital.


    RT2: Also mehr Markt?


    Ivo Lukić: Ich würde sagen: mehr Möglichkeiten unter öffentlicher Verantwortung. Das ist ein Unterschied.


    Nicht weniger Staat.
    Sondern ein Staat mit besseren Werkzeugen.




    RT2: Wo wäre für Sie die Grenze?


    Ivo Lukić: Ganz einfach: keine Finanzfreiheit ohne Aufsicht. Keine Spekulation mit den Ersparnissen der Bürger. Keine Privatisierung des öffentlichen Kerns.


    Wer Einlagen entgegennimmt oder Bankgeschäfte im eigenen Namen betreibt, braucht eine besondere Lizenz. Wer Finanzdienstleistungen anbietet, muss transparent arbeiten, ausreichend kapitalisiert sein und kontrolliert werden.


    RT2: Bräuchte Severanien dafür eine neue Aufsicht?


    Ivo Lukić: Wenn man neue Akteure zulässt, ja. Onda mora postojati kontrola — dann muss es Kontrolle geben.


    Eine moderne Bundesfinanzaufsicht müsste Zulassung, Eigenkapital, Verbraucherschutz, Geldwäscheprävention, Einlagensicherung und systemische Risiken überwachen.


    Ohne Aufsicht wäre Öffnung leichtsinnig. Ohne neue Instrumente kann Stillstand entstehen.


    RT2: Ist das ein politischer Vorschlag an die Regierung?


    Ivo Lukić: Nein. Ich habe derzeit keine Regierungsverantwortung. Ich äußere mich als Bürger und als jemand, der lange im Finanzwesen gearbeitet hat.


    Aber ich halte die Debatte für notwendig.



    RT2: Was wäre Ihr Leitsatz?


    Ivo Lukić: Kapital ist kein Selbstzweck. Es muss der Gesellschaft dienen.


    Den öffentlichen Kern schützen.
    Neue Instrumente zulassen.
    Kapital in Arbeit, Wohnraum, Betriebe und Entwicklung lenken.


    Das wäre aus meiner Sicht der richtige Rahmen.

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