Ivan Nikolić steht in der Fußgängerzone von Vinasy, umringt von jungen Menschen. Viele wirken frustriert, einige halten ihre Handys hoch, andere verschränken die Arme.
„Ich verstehe eure Wut“, beginnt er ruhig. „Die Regierung Kovač verspricht Wandel und liefert Stillstand. Ihr sucht Arbeit, kämpft mit steigenden Mieten, und was macht der Premier? Er geht angeln, während ihr nicht wisst, wie ihr die nächste Woche überstehen sollt.“

Ein Raunen geht durch die Gruppe. Nikolić fährt fort: „Das ist nicht nur Ignoranz. Das ist ein Schlag ins Gesicht für jede und jeden von euch.“
Er lässt einen Moment vergehen, dann sagt er leiser, aber entschlossen: „Wenn die da oben abtauchen, müssen wir hier unten laut werden. Veränderung beginnt nicht im Regierungssitz, sondern hier – mit eurer Stimme.“
Vereinzelter Applaus. Manche nicken, andere zücken ihre Handys. Nikolić bleibt stehen. Kein Rednerpult, keine Bodyguards. Nur einer, der zuhört – und etwas sagt.