Tomislav Batić ist tot: Ehemaliger Präsident erliegt seiner Krebserkrankung

  • Tomislav Batić ist tot: Ehemaliger Präsident erliegt seiner Krebserkrankung

    Duranje. Der ehemalige Präsident der Sozialistischen Bundesrepublik Severanien, Tomislav Batić, ist tot. Wie sein Büro am Abend mitteilte, erlag Batić seiner Krebserkrankung. Er starb im Alter von 60 Jahren im Kreis seiner Familie.


    Batić zählte über Jahrzehnte zu den prägenden politischen Persönlichkeiten Severaniens. Der aus Staranski Brod in Kaysteran stammende Jurist war bereits in den schwierigen Jahren Kaysterans politisch aktiv und wurde nach dem Beitritt Kaysterans zu Severanien zu einer wichtigen Stimme im gesamtseveranischen Staatswesen.


    Innerhalb der sozialistischen Partei Jedinstvo galt er als Vertreter eines pragmatischen, rechtsstaatlich orientierten Kurses. Sein Nachfolger im Präsidentenamt, Marko Boban, würdigte Batić als Staatsmann, dessen politisches Wirken aus Verantwortung und Pflichtbewusstsein erwachsen sei.


    „Mit Tomislav Batić verliert unsere Republik einen Staatsmann, der aus den schwierigen Jahren Kaysterans hervorgegangen ist – geprägt von Umbruch, Verantwortung und dem festen Willen, Recht über Willkür zu stellen“, erklärte Boban.


    Batić sei „kein Mann der lauten Worte“ gewesen, so Boban weiter. In entscheidenden Momenten habe er jedoch Haltung bewiesen: „im Kampf gegen autoritäre und faschistische Strukturen, in der Wiederherstellung rechtsstaatlicher Ordnung und im Aufbau unserer föderalen Institutionen“.


    Als Präsident stand Batić für institutionelle Stabilität, föderalen Ausgleich und eine Politik der nüchternen Abwägung. Auch politische Gegner bescheinigten ihm Ernsthaftigkeit, Verlässlichkeit und persönliche Integrität. Boban hob besonders Batićs Fähigkeit hervor, in zugespitzten politischen Lagen Brücken zu bauen.


    „Batić hat Politik nie als Bühne verstanden, sondern als Verpflichtung zur Objektivität. Er hat zugehört, abgewogen und Brücken gebaut. Gerade dort, wo Meinungen unversöhnlich schienen.“


    Batić hatte seine Erkrankung lange weitgehend aus der Öffentlichkeit herausgehalten. In den vergangenen Monaten waren öffentliche Auftritte seltener geworden, zuletzt hatte er sich aus gesundheitlichen Gründen vollständig aus der Tagespolitik zurückgezogen.


    Die Bundesregierung kündigte eine offizielle Trauerfeier an. An staatlichen Gebäuden sollen die Flaggen auf halbmast gesetzt werden. Boban schloss seine Würdigung mit den Worten:


    „Wir verneigen uns vor einem Präsidenten, der unser Land leiser, aber nachhaltiger geprägt hat, als es viele Worte je ausdrücken könnten.“


  • Ein letztes Geleit in Duranje: Severanien nimmt Abschied von Tomislav Batić

    DURANJE – Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und im Beisein zahlreicher internationaler Gäste wurde der ehemalige Präsident Tomislav Batić am heutigen Nachmittag in der kaysteranischen Hauptstadt beigesetzt. Es war ein Abschied, der so war wie der Staatsmann selbst: würdevoll, bescheiden und von tiefer Ernsthaftigkeit geprägt.

    v.l.n.r.: Ex-Bundespräsident Tin Mijatović (Jedinstvo), ehemalige kaysteranische Predsjenik Ivo Lukić (Jedinstvo), Ex-Bundespräsident Josip Olić (PROGRES), Ex-Bundespräsident Živorad Trkulja (Jedinstvo)


    In den Straßen von Duranje herrschte eine fast greifbare Stille, nur unterbrochen vom rhythmischen Hallen der Trommeln des Ehrenbataillons. Die Flaggen an allen öffentlichen Gebäuden der Bundesrepublik wehten – wie angeordnet – auf halbmast.


    In der offiziellen Trauerfeier fand der ehemalige Präsident Josip Olić in seiner Trauerrede klare Worte für das Erbe seines späteren Nachfolgers. Besonders gewürdigt wurde Batićs Rolle als Brückenbauer zwischen den Regionen.

    Unter den Trauergästen befanden sich zahlreiche ehemalige Weggefährten aus der Partei Jedinstvo sowie internationale Diplomaten. Auch politische Gegner von einst zeigten sich sichtlich bewegt.


    Nach der staatlichen Zeremonie wurde der Leichnam beigesetzt. Mit 21 Salutschüssen, die über den Dächern von Duranje widerhallten, verabschiedete sich die Republik von einem ihrer profiliertesten Juristen und Staatsmänner.


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