Beiträge von Dušan Rajić

    Der Außenminister sandte folgendes Glückwunschtelegramm nach Brissac:


    Artikel 14, 7 der kaysteranischen Verfassung besagt, dass die Amtszeit der Regierung mit den Wahlen zum Präsidenten endet. Ich bin daher bis zur Wahl eines Nachfolgers geschäftsführender Präsident von Kaysteran, geschätzter Kollege Kovač.

    Verehrte Abgeordnete des Bundesrats,


    die Bundesregierung hat sich nicht zuletzt wegen der jüngsten Geschehnisse rund um die krisenbelastete Polregion dazu entschlossen, nicht länger die Augen vor den uns alle, Severanien wie seine Partner und Feinde, betreffenden Problemen zu verschließen, die die Polgebiete und ihre Nutzung uns auferlegen.


    Wir möchten Sie bitten, dem Antrag der Regierung zuzustimmen, auf dass Severaniens politische Führung ihrem Auftrag als anticäische Großmacht gerecht werde und jetzt und in Zukunft aktiv ihren Beitrag zum Weltfrieden in diesem von den Völkern der Vernunft legitimierten Gremium leisten kann.


    Ich danke Ihnen.

    Die Bundesregierung stellt folgenden Antrag zur Debatte.


    Nachdem die Regierung von der angekündigten Pressekonferenz erfahren hatte, wurde die Polizei und alle ihr angehörenden Sicherheitskräfte in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Außerdem wurden in Abstimmung mit den zuständigen Behörden die Grenzen der Hauptstadt und kaysteranischen Großstädte zu den angrenzenden ländlichen Verwaltungsbezirken abgeriegelt. Etwa 1000 Soldaten sind allein in den Stadtzentren im Einsatz, um Vsolić und etwaige Helfer zu fassen.

    Mir ist nicht klar, ob Sie den Ernst der Lage nicht richtig beurteilen, ob Sie bewusst die Augen davor verschließen oder ob Ihnen aufgrund Ihrer pelagonischen Herkunft schlichtweg die nötige Empathie fehlt. Unser westlicher Nachbar wartete damals nur darauf, dass sich Kaysteran lossagen würde. Das Schicksal meiner Heimat wäre um Haares Breite das eines ratelonischen Unionslandes geworden. Fast wäre eine severanische Republik wieder Gefangener des ratelonischen Ungetüms geworden, aus dem Vesteran sich ein Jahrzehnt zuvor nur unter Aufbringung größter Opfer und Mühen hatte befreien können. Wie können Sie trotz dieser Tatsachen so leichtfertig mit diesem Thema umgehen?

    Am liebsten würde ich auch mit Wattebäuschchen um mich schmeißen. Ihr pathetisches Gelaber in allen Ehren, Herr Präsident, der Fall Vsolić hat gezeigt, dass wir weitaus drastischere Instrumente im Strafvollzug brauchen.


    Als Chefdiplomat dieses Landes frage ich Sie: Wie sollen wir jemals wieder als Kontinental- oder gar Weltmacht auftreten, wenn wir nicht einmal unser eigenes Land befriedet haben?


    Wir müssen uns sämtlicher separatistischer Tendenzen endlich entledigen, die die Einheit der staranischen Völker gefährdet. Das liegt nicht nur im Interesse des severanischen Staates, sondern auch im Interesse der gesamten Region einschließlich unserer geschätzten Nachbarn.