• Voltaž


    Voltaž ist eine seit August 1978 erscheinende Science-Fiction-Comicreihe des Verlags Izdavačka kuća „Horizont“ in Vinasy. Im Mittelpunkt steht der Elektroingenieur und Erfinder Nikola Kovačević, der unter der Identität Voltaž mit einer selbst entwickelten Hochspannungs- und Energieausrüstung gegen organisierte Kriminalität, wissenschaftlichen Missbrauch und technologische Bedrohungen kämpft. Zentraler Handlungsort ist die fiktive Industriemetropole Sivograd.


    Die Reihe erscheint im zweimonatlichen Rhythmus und verbindet Science-Fiction mit Elementen des Kriminalgenres und dem Retro-Futurismus der 1970er Jahre. Zu den wiederkehrenden Themen gehören wissenschaftlicher Fortschritt, die gesellschaftlichen Folgen neuer Technologien, das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine sowie die Verantwortung beim Einsatz wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Handlung verbindet klassische Abenteuer mit Ermittlungen, technischen Konflikten und gesellschaftlichen Fragestellungen.


    Zu Voltažs wichtigsten Verbündeten gehört der Kriminalinspektor Milan Nikolić, der durch klassische Ermittlungsarbeit Informationen über kriminelle Aktivitäten beschafft. Eine ambivalente Rolle nimmt die Diplomingenieurin Tatjana „Tanja“ Mijatović ein, die unter dem Decknamen Puls auf Hochfrequenztechnik, elektromagnetische Systeme und elektronische Gegenmaßnahmen spezialisiert ist.


    Zu den wichtigsten Gegenspielern zählt der Kybernetiker Professor Konrad Stahlmann, der den menschlichen Körper durch technische Transformation überwinden will. Seine Kybernauten sind künstlich verstärkte Wesen mit menschlichen Gehirnen und zentralen Nervensystemen in mechanischen Körpern. Weitere Gegner sind der durch ein geheimes militärisches Programm veränderte Söldner Udar (Dragan Vuković), die radikale Wissenschaftlerin und Saboteurin Mora (Monika Radović) sowie der Syndikatsführer Petar Vasiljević, genannt Knez.


    Sivograd bildet den Mittelpunkt der erzählten Welt und vereint industrielle Anlagen, Forschungseinrichtungen, technische Infrastruktur und eine weitverzweigte Unterwelt. Die Stadt steht zugleich für die zentralen Gegensätze der Reihe: wissenschaftlichen Fortschritt und gesellschaftliche Kontrolle, technische Innovation und menschliche Verantwortung sowie organisierte Macht und individuelle Freiheit.


    Stilistisch verbindet Voltaž funktionale Industrieästhetik mit futuristischen Vorstellungen der 1970er Jahre. Maschinen, Fahrzeuge und technische Ausrüstung greifen zeitgenössische Formen, Materialien und Bedienelemente auf und werden um spekulative Technologien ergänzt. Die Gestaltung der Figuren folgt diesem Prinzip ebenfalls: Voltaž verbindet industrielle Schutztechnik mit futuristischer Energieausrüstung, Stahlmann und seine Kybernauten verkörpern die Verschmelzung von Mensch und Maschine, während Mora und Puls unterschiedliche Positionen im Umgang mit technologischer Entwicklung repräsentieren.


    Die Reihe entwickelt sich zu einem festen Bestandteil der severanischen Comic- und Science-Fiction-Kultur. Ihre eigenständige Bildsprache, die technisch geprägten Zukunftsvorstellungen und die wiederkehrende Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Folgen wissenschaftlicher Entwicklungen machen Voltaž zu einer der bekanntesten Comicreihen des severanischen Kulturraums.



    Titelbild der ersten Ausgabe von Voltaž (1978)

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