Wir tragen hier eine besondere Verantwortung. Antisemitismus ist keine abstrakte Ideologie, sondern eine reale, bis heute wirksame Gewaltgeschichte, und die Shoa ist kein erzählerisches Motiv, sondern ein singuläres Verbrechen.
Gerade deshalb halten wir es für richtig, dass realweltlicher Antisemitismus, Pogrome oder die Shoa selbst nicht simuliert werden. Das gilt nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Respekt gegenüber den realen Opfern und ihren Nachkommen. Es gibt Erfahrungen, die sich einer spielerischen oder narrativen Nachbildung entziehen, ohne dabei Grenzen zu überschreiten.
Gleichzeitig bedeutet das nicht, jüdisches Leben, jüdische Religion oder jüdische Geschichte auszublenden. Im Gegenteil: Judentum kann und soll als lebendige Religion, als kulturelle Tradition und als Teil pluraler Gesellschaften sichtbar sein, ohne es über Verfolgung zu definieren.
Fiktiver Antisemitismus als abstraktes Motiv kann unter dem Rahmen der Kunstfreiheit diskutiert werden, solange klar bleibt, dass er nicht als Abbild oder Stellvertreter realer historischer Gewalt dient. Die bewusste Grenze zur Shoa und zu realen Pogromen ist dabei zentral.
Diese Linie ist kein Verbot von Auseinandersetzung, sondern eine Form von Achtung. Manche Dinge lassen sich erklären, benennen und historisch einordnen, aber nicht simulieren.
Als Irkanien noch faschistisches/proto-faschistisches/ultranationales Konstrukt war haben wir bewusst andere als Ziel gesetzt.
Frage: Soll festgehalten werden? Wenn ja, eine Verfolgung von Juden, Muslimen, Christen war definitiv virtuelle Realität.
Liga Freier Republiken: kleine Minderheiten => 4% von 711 Millionen. (Ich glaube da muss noch mal wer bei, das wären 28 Millionen)